Kapitel 1 · Über Lindhagen
Drei Werke, ein Auftrag
Pumpen, Armaturen und Wasseraufbereitung – gebaut in Lübeck, Neumünster und Pirna, im Einsatz auf fünf Kontinenten.
Werke
Lübeck, Neumünster, Pirna
Mio. € Umsatz
2025, +2 % zum Vorjahr
Exportanteil
60 Länder, größter Markt Skandinavien
Geschichte
Von der Molkereipumpe zur Wassertechnik
1952 gründete Hinrich Lindhagen in Lübeck eine Werkstatt für Molkereipumpen. Sein Sohn Jens baute daraus in den Achtzigern einen Hersteller für kommunale Abwassertechnik, seine Enkelin Katrin führt das Unternehmen seit 2018 – mit dem Ziel, bis 2030 zu den ressourcenschonendsten Pumpenherstellern Europas zu gehören.
Heute umfasst das Portfolio Kreisel- und Tauchpumpen, Armaturen, Steuerungen und komplette Aufbereitungsanlagen. 42 Prozent des Umsatzes stammen aus Service, Ersatzteilen und Aufarbeitung – der Teil des Geschäfts, der am wenigsten Neumaterial braucht.
Sieben Jahrzehnte
Meilensteine seit 1952
1952
Gründung in Lübeck
Hinrich Lindhagen eröffnet eine Werkstatt für Molkereipumpen mit vier Mitarbeitern in der Wakenitzstraße.
1968

Werk Neumünster
Eigene Gießerei für Gehäuse und Laufräder. Lindhagen wird vom Händler zum Hersteller.
1987

Abwassertechnik
Jens Lindhagen richtet das Unternehmen auf kommunale Kläranlagen aus – bis heute der größte Markt.
1999

Werk Pirna
Übernahme eines Anlagenbauers in Sachsen; Start der Aufbereitungstechnik und des Wasserlabors.
2012

Erste Aufarbeitung
Das Servicecenter Lübeck arbeitet erstmals Pumpen auf statt sie zu ersetzen – der Beginn von ReFlow.
2018
Dritte Generation
Katrin Lindhagen übernimmt die Geschäftsführung und verankert Nachhaltigkeit in der Strategie 2030.
2024

100 Prozent Ökostrom
Umstellung aller Werke auf zertifizierten Ökostrom, Photovoltaik in Lübeck und Pirna.
2025

Induktion statt Gas
Der erste Elektro-Schmelzofen in Neumünster geht in Betrieb: minus 2.400 Tonnen CO₂ im Jahr.
Kreiselpumpe der Baureihe LN 400
Pumpenprüfstand, Werk Lübeck
Standorte
Was wo entsteht
Lübeck ist Stammsitz, Entwicklungszentrum und Heimat des Remanufacturing-Centers. Neumünster gießt und bearbeitet Gehäuse und Laufräder – der energieintensivste Standort der Gruppe. Pirna baut Aufbereitungsanlagen und betreibt das Wasserlabor.
Alle drei Werke sind nach ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert, Lübeck und Pirna zusätzlich nach ISO 45001. 2025 haben wir 14,2 Millionen Euro investiert, davon 6,1 Millionen in Energie- und Kreislaufprojekte.
Wertschöpfung
Wer von Lindhagen profitiert
Von 412 Millionen Euro Umsatz flossen 2025 158 Millionen an Lieferanten, 141 Millionen an Mitarbeitende, 23 Millionen an Staat und Kommunen, 14 Millionen in Investitionen und 3,1 Millionen in Spenden, Sponsoring und Stiftungsarbeit. Der Rest wurde einbehalten.
Als Familienunternehmen ohne Börsennotierung bleiben Gewinne im Unternehmen – das erlaubt Investitionen mit Amortisationszeiten, die ein Kapitalmarkt selten geduldet hätte.
Exportanteil 58 Prozent

Lindhagen Gruppe · Nachhaltigkeitsbericht 2025 · Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2025


